Tommaso & Elio

Tomaso

tommaso-tellergeschichten-eindrücke1970 Als ich fünf Jahre alt bin, beschließen meine Eltern, unsere Heimatstadt Neapel zu verlassen, ursprünglich mit dem Ziel, ihr Glück in Australien zu suchen. Ihr Weg führt sie über München. Dort verkauft ein Verwandter der Familie bereits Eis am Roecklplatz – die Kugel für 15 Pfennige. Meine Eltern verlieben sich in die Stadt und übernehmen den Eisstand. Während meine Eltern Eis verkaufen, spiele ich mit meinen Geschwistern auf dem Roecklplatz und im Laden. Nicht selten werden wir als Ausländer beschimpft.

1978 zu sechst bewohnen wir eine Dreizimmerwohnung. Eines Tages werden wir angeschwärzt und müssen ausziehen. Der Pfarrer, bei dem meine Brüder und ich Messdiener sind, setzt sich für uns ein und beschafft uns ein Haus, in dem wir heute noch leben.

1980 Weil mein bester Freund eine Lehre bei MAN als Spengler macht, tue ich das auch. Nebenbei arbeite ich im elterlichen Betrieb. Nach Ende meiner Lehrzeit möchte mich MAN übernehmen. Ich entscheide mich für den Familienbetrieb. Es ist besser, etwas Eigenes zu haben und damit zu wissen, warum und für wen man etwas tut.

1982 Ich reise das erste Mal zurück nach Italien. Das fühlt sich fremd an. Mir wird klar, dass München meine eigentliche Heimat ist.

2011 Mein Vater stirbt. Nun bin ich voll verantwortlich für die Geschäftsführung der Eisdiele. Aus dem ursprünglichen Eisstand ist ein florierender EIscafébetrieb geworden, das ich nun zusammen mit meinem Bruder in zweiter Generation betreibe.

 

„Vielleicht machen wir das hier aus Überzeugung“

Vorbild: keins, am ehesten noch Humphrey’s Bogärtchen
Passion:
 meine Familie

Vision: dass die Geschichte gut weitergeht…

 

 

tellergeschichten-grafikdesign-rb-storytelling-kt-besteckDas Eiscafé von Tomaso & Elio
Am Roecklplatz

Inhaber ist Tomaso & Elio
gegründet 1970
Eiscafé, Frühstückscafé oder Wohnzimmer für die Nachbarschaft genannt

4 Mitarbeiter und ca. 20 Sitzplätze
täglich 08.00 – 23.00 Uhr,