Speisekammer

speisekammer-story-tellergeschichtenAnita

1958 Achtjährig sitze ich am Küchentisch und beobachte meine Oma dabei, wie sie den Sonntagskuchen backt. Ich notiere mir ihre Rezepte säuberlich in einem Büchlein.

1962 „Die Anita, die macht das schon“, sagt meine Mutter immer. Sonntags koche ich für meine Mutter und meine Geschwister. Um 11.30 muss das Essen fertig sein. Ich darf kochen, was ich möchte, und probiere dabei viel aus.

1964 Mein Vater entscheidet, dass ich die Schule verlassen soll, um Geld zu verdienen. Die Dame beim Arbeitsamt erzählt uns, dass Anwaltsgehilfen gesucht werden. Meine erste Kanzlei möchte ich nach drei Wochen wieder verlassen, weil unser Chef uns pisackt. Ich ergreife die Flucht nach vorn.

2003 Meine Tochter kommt aus Amerika zurück. Sie will mit mir ein Restaurant gründen. Ich bin sprachlos. Bald kann ich an nichts anderes mehr denken.

2004 Bei einer Kur lerne ich Willi kennen. Bei einem meiner ersten Besuche in Heilbronn schlendern wir über den Wochenmarkt. Ich sehe einen Verkaufsanhänger und weiß: „So einen Wagen möchte ich haben!“. Seit dem beliefere ich verschiedene Märkte im Umkreis von München mit meinen selbstgebackenen Kuchen und Crepes.

2005 Bei einem Urlaub auf Lesbos wird mir klar, dass ich die Kanzlei verlassen muss. Ich möchte mit Backen und Kochen meinen Lebensunterhalt bestreiten! 14 Tage nach meiner Rückkehr ruft mich mein Schwiegersohn an, um mir mitzuteilen, dass er einen Laden für mich gefunden hat. Es ist Liebe auf den ersten Blick.

 

 „Die gute alte neue Küche“

Vorbild: Idas Milchladen und Mutter Beimer
Passion: Wochenmärkte und Menschen mit ihren Geschichten
Vision: Ein Stand am Viktualienmarkt.

 

 

tellergeschichten-grafikdesign-rb-storytelling-kt-besteckSpeisekammer
Lindwurmstr. 159

Inhaberin ist Anita Herold
gegründet 2005

Sitzmöglichkeiten drinnen
Montag bis Freitag zur Mittagszeit